In unserer Arztpraxis in Wolfenbüttel werden insbesondere Beratungen (Schwerpunkt: durch Zecken übertragene Erkrankungen), Gesundheitsuntersuchungen, DMP-Programme (Diabetes mellitus, Koronare Herzerkrankung, Asthma bronchiale, Chronische Bronchitis (COPD), Magen-Darm-Störungen, Krebs- und Hautkrebs- Früherkennung durchgeführt.
Neu: Als sinnvolle Ergänzung bieten wir die Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HRV) an. Vegetative Neuropathien können schnell erkannt werden und therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden.
Erste ILADS-Tagung in Deutschland
Vom 27. bis zum 28.Mai 2011 fand die zweite europäische ILADS-Tagung (International Lyme & Associated Diseases Society) in Augsburg statt. Teilnehmer reisten aus 22 Ländern (von den USA bis China) an, um weltbekannte Kapazitäten zu treffen. Robert C.Bransfield erhielt als Chairman zunächst vom Veranstalter einen bayrischen Filzhut, der seinen Vortrag noch beflügelte. Am Abend gabe es einen Empfang im historischen goldenen Saal des Rathauses durch den Bürgermeister. Am Ende des zweiten Tages gab Richard I. Horowitz einen Zecken-Song zum besten, der mit starkem Beifall quittiert wurde. Thematisch gab es einiges aus der Pipeline, u.a. einen Schnelltest auf Borreliose und Co-Infektionen, der eine kostengünstige Diagnostik erlauben wird.
Trailer zum Film "Under Our Skin" (englisch):
Bei Interesse, den Film im Rahmen einer Veranstaltung zu sehen: bitte eine e-Mail.
Überprüfung der IDSA-Leitlinien (nach einem Rundschreiben der Deutschen Borreliose-Gesellschaft)
Im Mai 2008 endete die Überprüfung der Lyme-Borreliose-Leitlinien der IDSA (Infectious Diseases Society of America) durch den Generalstaatsanwalt von Connecticut in einem Vergleich:
Es wird eine völlig neue Kommission eingesetzt, die die Leitlinien überprüft, wobei gewisse Maßnahmen getroffen werden, dass auch abweichende Meinungen berücksichtigt werden.
Hintergrund: Es wurden massive Interessenskonflikte der IDSA-Kommissionsmitglider festgestellt (siehe auch Film: "Under Our Skin", der seit Juni 2008 weltweites Aufsehen erregt).
Könnten diese Fakten auf Deutschland übertragen werden ? Gibt es hierzulande ebenfalls erhebliche Interessenskonflikte ? Man darf gespannt sein ...
Die Deutsche Borreliose-Gesellschaft tagt 2012 in Schweinfurt.
Blitzumfrage zur Therapie bei Borreliose
Der gute Rücklauf der Fragebögen hat erste interessante Ergebnisse geliefert, die zu einem Überdenken der zur Zeit geltenden Leitlinien führen sollte.
Zeckenplage 2007 - Ausschnitt aus der Braunschweiger Zeitung vom 05.März 2007:
"Zeckenplage"
- Antwort auf die Drucksache 15/2528 der Landesregierung Niedersachsen vom 12.01.2006:
"Borreliose"
- "Borreliose und Zecken" war das Thema im braunschweiger Ärztehaus. Dr. Talaska, Epidemiologe, Prof. von Baehr, Internist, Immunologe und Labormediziner aus Berlin und der Allgemeinmediziner H.-P.Gabel, Wolfenbüttel, berichteten über Epidemiologie, Labordiagnostik, Klinik und Therapie der Zeckenerkrankungen bzw. Borreliose. Es waren ca. 100 Ärzte und Interessierte anwesend. Wie den vielen positiven Rückmeldungen zu entnehmen war, ist die Veranstaltung ein Erfolg gewesen. Unterstützt wurde sie vom Labor Limbach, Heidelberg und vom Institut für medizinische Diagnostik IMD, Berlin.
Eine Veranstaltung über das Thema "Borreliose" in der Region Braunschweig ist geplant. Ort und Datum stehen allerdings noch nicht fest.
- Die Deutsche Borreliose-Gesellschaft (www.borreliose-gesellschaft.de) vereinigt inzwischen viele Ärzte und Naturwissenschaftler, die sich intensiv mit der Erkrankung der Borreliose und anderer durch Zecken übertragener Erkrankungen befassen. Es werden eigene Untersuchungen und Literaturrecherchen in verschiedenen Sitzungen vorgestellt und diskutiert. Über die Homepage können aktuelle Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie abgerufen werden.
- Vortag vor vollem Haus. In der fast überfüllten Aula der Michael-Schule in Hildesheim fanden Vorträge zu durch Zecken übertragene Erkrankungen statt. Der Apotheker Dr.Martin (Andreas-Apotheke) referierte über die FSME (durch Zecken übertragene Virusinfektion), vor der nur eine vorsorgliche Imfung schützt. Der Facharzt für Allgemeinmedizin Hans-Peter Gabel aus Wolfenbüttel sprach über die sich seuchenhaft ausbreitende Borreliose und der Gründer der Lyme-Borreliose- Selbsthilfegruppe Königslutter, Herr Uwe Roczinski, berichtete vom Leben mit der chronischen Lyme-Borreliose. Er beklagte die Unwissenheit vieler Ärzte und die Odyssee, die viele Betroffene durchleben müssen, bis ihnen eine adäquate Hilfe zuteil wird.
und weiteres aus dem Gesundheitssektor:
Die ersten Opfer der neuen Gesundheitsgesetze sind zu beklagen:
- Eine Patientin konnte sich keine Tabletten mehr leisten, nahm diese also nicht mehr ein. Es ging für ca. 4 Monate ganz gut. Dann wurde die Luft knapper, sie konnte kaum noch laufen und schleppte sich mit letzter Kraft in die Arztpraxis. Nur durch schnelle Gabe der lebenswichtigen Arzneimittel konnte eine stationäre Behandlung vermieden werden. Die Luftnot ist verschwunden. Es geht wieder gut. Inzwischen besteht eine Zuzahlungsbefreiung und die Versorgung findet über einen Pflegedienst statt.
- Eine andere Patientin konnte sich die Praxisgebühr nicht mehr leisten und die Zuzahlungen in der Apotheke auch nicht. Die Verwandtschaft kümmerte sich nicht um die Befreiung, obwohl das Formular seit Monaten ausgefüllt war. Plötzlich verschlechterte sich der Zustand dermaßen, sodass sie per Notarzt auf die Intensivstation eingeliefert werden musste. Nach zwei Wochen intensiver Therapie ging es ihr wieder gut. Leider verschlechterte sich ihr Allgemeinzustand jedoch innerhalb kurzer Zeit, sodass sie starb.
- Eine Patientin sollte wegen einer sehr schmerzhaften Gelenkentzündung (durch eine Borrelien-Infektion) mit Infusionen behandelt werden. Der Sachbearbeiter einer Krankenkasse teilte ihr mit, dass solch teure Medikamente nicht von der Kasse übernommen werden. So verschleppte die Patientin die Krankheit und konnte erst nach vielen Monaten, nachdem der Hausarzt ihr versichert hatte, dass diese Therapie Kassenleistung sei, behandelt werden.
- Leider gibt es sehr viele Patienten, die erst nach Monaten oder Jahren einer adäquaten Therapie zugeführt werden, obwohl die Verdachtsdiagnosen schon lange vorher gestellt wurden. Die durch Zecken übertragenen Infektionen (neben anderen Erkrankungen) sind in der Regel behandelbar - man muss diese nur diagnostizieren und behandeln.